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Hundeschule Landshut

Augen auf beim Welpenkauf!

Das Weihnachtsfest naht und wie jedes Jahr sitzen bestimmt auch diesmal wieder niedliche kleine Hundewelpen unter manchen Christbäumen!!!

Bevor Sie weiter lesen, überlegen Sie bitte einmal ganz kurz, wie viel Zeit und Überlegungen Sie vor der Anschaffung eines neuen Autos investieren!? Leider ist das vor dem Kauf eines Hundes nicht immer der Fall!

Wenn die Anschaffung eines Hundes mit der ganzen Familie im Vorfeld reiflich überlegt und gut durchdacht wurde, ist dagegen sicherlich nichts einzuwenden. Denn, einen Welpen in die Familie aufzunehmen ist eine aufregende und wunderbare Erfahrung für alle Beteiligten. Einen Hund zu halten, ist eine dankbare Erfahrung, denn Hunde sind großartige Begleiter und gute Freunde.

Aber: Sie übernehmen damit auch eine große Verantwortung! Auf keinen Fall sollte eine solche Entscheidung leichtfertig getroffen oder einzig dem Drängeln der Kinder nachgegeben werden. Hunde sind wunderbare, lebendige Geschöpfe, die es verdienen, mit viel Liebe, Geduld und Achtung behandelt zu werden.

Sie haben keinen „Knopf im Ohr“ und eignen sich daher nicht als Spielzeug für Kinder.
Allerdings werden sie mitunter zu deren besten Freunden, die geduldig zuhören, wenn die Kinder Kummer haben, die Kindern lernen, Verantwortung zu übernehmen und einfach Spaß zu haben beim Toben und Tollen mit dem vierbeinigen Kameraden.

Vergessen Sie bitte nicht, dass Sie als Eltern die Haupt“last“ tragen, bei der Erziehung und Ausbildung des Hundes. Denken dabei bloß an die täglichen Spaziergänge, die Kinder bis zu einem Alter von ca. 12 Jahren, auf keinen Fall alleine übernehmen können und sollen!

Bedenken Sie, dass aus dem niedlichen kleinen Hundebaby einmal ein, je nach Rasse, (sehr) großer aufgeweckter Vierbeiner wird, der sie im Durchschnitt 8 – 14 Jahre ihres Lebens begleitet.

Es Bedarf einer Menge Zeit, Geduld, Arbeit und auch Geld einen Hund aufzuziehen.

Denken Sie bitte nicht nur an die Anschaffungskosten, sondern bedenken Sie auch die Kosten für Impfungen, regelmäßige Wurmkuren und Tierarztbesuche im Krankheitsfall. Auch die Kosten für ein hochwertiges, hundegerechtes Futter sind nicht zu unterschätzen.

Haben Sie sich schon darüber Gedanken gemacht, dass ein Hund nicht nur Freude, sondern auch jede Menge Dreck ins Haus bringt (gerade bei schlechtem Wetter)?

Dass der Kleine in mindestens den ersten 4 Wochen eine Betreuung rund um die Uhr braucht?

Er muss doch stubenrein werden, d.h. für Sie, auch des nachts aufstehen und in den kalten Garten gehen. Er muss lernen was erlaubt und nicht erlaubt ist, soll ganz sachte ans Alleinbleiben gewöhnt werden, braucht täglich mehrmals Auslauf, Kontakt zu Artgenossen, ganz besonders auch in seinem Alter (eine gut geführte Welpenspielgruppe) usw. ….

Wissen Sie schon wo Sie mit Ihrem Hund in den nächsten 8-14 Jahren den Urlaub verbringen wollen?

Oder haben Sie eine Person, die ihn während der schönsten Wochen im Jahr zuverlässig betreut?

Haben Sie all das gut durchdacht und genügend Zeit eingeplant????


Auch dann gilt immer noch: Augen auf beim Welpenkauf!!!!!!!!

 

Es gibt inzwischen über 500 Hunderassen, aus denen Sie auswählen können. Suchen Sie sich unbedingt eine Rasse aus, die zu Ihrem Lebensstil passt! Ein Border Collie zum Beispiel, der leider inzwischen zu den „Modehunden“ gehört, wird bei gemütlichen Leuten, sicher niemals glücklich werden und Probleme sind vorprogrammiert! Aber, auch bei allen anderen Rassen, sollten Sie deren Ansprüche gut durchdenken. Denken Sie auch an die Fellpflege, die bei langhaarigen Hunden schon etwas Zeit beansprucht.

Haben Sie sich dann für eine Rasse entschieden, dann nehmen Sie bitte im Vorfeld (am Besten noch bevor die Welpen geboren sind) Kontakt zu guten Züchtern auf und stellen Sie all die Fragen, die Ihnen auf dem Herzen liegen. Ein guter Züchter wird niemals müde werden, alles ganz genau zu beantworten. Er wird auch Sie „unter die Lupe nehmen“, denn er sorgt sich um die Zukunft seiner Schützlinge.

Bitte schauen sie nicht auf den Anschaffungspreis!!! Vermeiden Sie den Kauf bei sog. Schwarzzüchtern (Rassehunde ohne Papiere)!!! Gute Züchter/innen sind in den Rassezuchtverbänden organisiert, unterliegen einer Kontrolle durch die zuständigen Zuchtwarte und wählen die Elterntiere sorgfältig aus, um vererbbare Krankheiten (z.B. Hüftgelenksdysplasie) weitgehend auszuschließen. Sie achten auch ganz besonders auf das Wesen der Elterntiere und geben sich überhaupt sehr viel Mühe bei der Aufzucht der Hundebabies.

Das Geld, das sie beim Anschaffungspreis einsparen, geben sie häufig danach beim Tierarzt und in der Erziehung doppelt und dreifach wieder aus, wenn Sie einen Hund mit schlechter Wesensveranlagung, schlechten Erfahrungen und Vorbildern (die erwachsenen Hunde des Züchters) in den entscheidenden ersten Wochen und/oder verborgenen genetischen Erkrankungen erwerben. Ein solcher Hund kann zu einer großen, jahrelangen Belastung werden, Sie unendlich viel Mühen und Geld kosten! Denn, Sie hängen Ihr Herz an dieses Wesen und sind ihm dann auch schuldig, ihm das bestmögliche Leben zu bieten. Aus dem Traum von einem wunderbaren, problemlosen Begleiter, der das Leben bereichert, kann dann ganz schnell ein Alptraum werden.

Unterstützen Sie solche Schwarzzüchter bitte nicht, in dem Sie Ihren Welpen dort kaufen!!! Diesen Leuten geht es nur um das schnelle Geldverdienen!!!! Haben sie Erfolg (sprich - kauft man ihnen die Welpen ab) werden sie auch weiter Hunde wahllos vermehren. Bedenken Sie bitte, dass auch diese Hunde leiden, wenn sie mit Unsicherheit, Aggression und/oder vererbten Krankheiten durchs Leben gehen.
Unterstützen Sie dieses Leid nicht!

Besuchen Sie den/die Züchter/in, wenn die Fragen am Telefon zu Ihrer Zufriedenheit geklärt wurden. Bei guten Züchtern sind Sie, nach vorheriger Terminabsprache, jederzeit herzlich willkommen! Man wird sich über Ihr Engagement und Interesse sehr freuen. Je öfter Sie dann auch „Ihren“ Welpen besuchen umso besser und gerne gesehen.

Schauen Sie sich die Elterntiere (wenn auch der Vater beim Züchter lebt), auf jeden Fall aber die Mutterhündin und auch die anderen Hunde im Haushalt ganz genau an!!! Sind sie freundlich? Lassen sie sich ohne Probleme von Ihnen anfassen?

Oder zeigen sie Scheuheit und/oder Aggression?

Wie verhalten sie sich an der Grundstücksgrenze??? Möchten Sie einen Familienbegleithund? Oder einen unberechenbaren „Wachhund“ , der jeden Besuch verprellt?

Glauben Sie bitte nicht das „Märchen“, dass dies nur wegen der Welpen so ist. Ein gut sozialisierter, wesensfester Hund mit guter Erziehung (bei einem Züchter vorauszusetzen) lässt sich auch dann nicht aus der Ruhe bringen. Bedenken Sie, dass die Anlagen zu Unsicherheit und/oder Aggression weitervererbt werden und das Verhalten (Vorbild) der erwachsenen Hunde in den ersten Wochen, den Welpen entscheidend für das Leben prägt!!!

Glauben sie nicht Lügen, die besagen, die Mutter und/oder die anderen Hunde seien zu gestresst von der Geburt der Welpen, man könne sie Ihnen nicht zeigen o.ä. …

Sehen Sie sich ebenso genau die Welpen an!

Machen sie einen gesunden aufgeweckten Eindruck? Kommen sie neugierig zu Ihnen?
Oder weichen Sie scheu zurück? Laufen die Nasen? Tränen die Augen?...

Die Kleinen sollten unbedingt mitten im Haushalt der Züchterfamilie aufwachsen!!!

Nicht in Stall oder Zwinger!!!

Sie sollten möglichst viel positiven Kontakt zu Menschen jeden Alters und Geschlechts und falls vorhanden auch zu den anderen Tieren (Katze etc.) der Familie haben. Wie reagieren die Kleinen auf die Familienmitglieder des/der Züchter(in)?

Der/Die Züchter(in) sollte im fortgeschrittenen Alter der Welpen  (ab ca. 6 Wochen) auch kleine Ausflüge im Auto einplanen und ein möglichst abwechslungsreiches Freilaufgelände zur Verfügung stellen. Überhaupt wird sich ein/e verantwortungsvoller Züchter/in täglich ausgiebig Zeit nehmen und die Hundebabies an möglichst viele Außenreize gewöhnen und auch schon ein wenig mit Erziehung beginnen.

Sie sehen also, Welpenaufzucht in den ersten Wochen ist eine sehr verantwortungsvolle Aufgabe, die sehr viel Zeit beansprucht. Daher sind Rassehunde jeden €uro wert, den sie dafür bezahlen.

Bitte beachten Sie, dass Fehlprägungen und/oder Versäumnisse in den entscheidenden ersten Wochen so gut wie nie ausgelöscht oder nachgeholt werden können. Und wenn, dann nur mit unendlich viel Erfahrung, Mühe und Geduld.

Das oben gesagte gilt natürlich gleichermaßen für Mischlingswelpen, die natürlich ohne Frage auch ganz wunderbare Hunde sind, wenn die Aufzuchtbedingungen stimmen.
Inzwischen gibt es ausreichend gute Bücher zu diesem Thema und jeder, der von ungewolltem Hundenachwuchs überrascht wird, hat mind. 8 Wochen Zeit sich über die optimale Aufzucht von Welpen zu informieren.

Wenn sie das Glück haben, einen solchen Mischling zu finden, honorieren Sie bitte die Mühe der, meist unfreiwilligen, „Züchter“ mit einem entsprechenden finanziellen Beitrag. Bedenken Sie, die Freude, die sie über Jahre hinweg mit einem solch gut sozialisierten, gesunden Hund haben werden.

Wenn Sie all das oben genannte beherzigen und all die Mühen nicht scheuen, die Sie zu ihrem Traumhund führen, dann steht dem Einzug eines kleinen Hundes in ihren Haushalt nichts mehr im Weg. Denn, Hunde sind wirklich die besten Freunde des Menschen und sie bereichern das Leben ungemein!

Sollten Sie noch Fragen zur Anschaffung eines Welpen haben, dann rufen Sie uns an: Tel. 08702-91739. Wir helfen Ihnen gerne weiter und stehen mit Rat und Tat zur Seite.

Aufgepasst!

Freitag, 04. Mai 2012

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